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Karl Wiener.

Wiederentdeckung eines verstummten Komponisten und Kulturschaffenden.

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Der Komponist Karl Wiener (1891 - 1942) begegnete mir erstmalig 2023 bei der Repertoiresuche für das Duo Wilsdorf-Langer. Je mehr ich mich mit dem Künstler auseinandersetzte, desto fassungsloser war ich, dass sein Werk heute quasi vollkommen vergessen ist.

Karl Wiener hatte eine bewegte Lebensgeschichte - nach einer Kopfverletzung im ersten Weltkrieg war er halbseitig gelähmt, arbeitete aber weiter als linkshändiger Pianist und Kapellmeister. In den 20er Jahren zog er dann nach Berlin, wo er Beirat im ersten deutschen Radiosender wurde und dort Hörspielmusiken schrieb, dirigierte und Redaktionell tätig war.

Doch durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor er - als jüdischer Künstler - schlagartig alle Positionen. Trotz aller Widrigkeiten wirkte er noch neun Jahre weiter in Berlin, bis er 1942 deportiert und ermordet wurde.

Dieses Einzelschicksal berührte mich tief, und im vergangenen Jahr bekam ich die Möglichkeit, mich dank eines Stipendiums der Deutschen Orchesterstiftung eingehender mit Karl Wiener auseinanderzusetzen. Das Projekt "Karl Wiener. Berlin. 1926."wurde im Sommer 2025 abgeschlossen. Die Weltersteinspielung der "Drei Stücke für Flöte, Klarinette und Englischhorn" mit Video sind auf Youtube zum anhören verfügbar. Folgeprojekte sind nun in Planung. 

MEILENSTEINE

2024/25 // Karl Wiener. Berlin. 1926.

Durch das #MusikerZukunf-Stipendium der Deutschen Orchesterstiftung 2024/25 konnte ich mich erstmalig intensiv mit Karl Wiener auseinandersetzen. Hier gibt es das Ergebnis als dokumentierte Recherche zur Audioaufnahme von Karl Wieners "Drei Stücken für Flöte, Klarinette und Englischhorn Op.20" zu sehen. Den dazugehörigen Flyer von Thiemo Frömberg gibt es unter "Media" als Download.

MEDIA
Karl Wiener - Drei Stuecke - 02 IntermezzoKarl Wiener
00:00 / 01:18
Karl Wiener - Drei Stuecke - 03 TerzettKarl Wiener
00:00 / 04:13
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